18. bis 20.05.2007 - Dirt Masters Winterberg
Das Mountainbike Rider Magazin hatte gerufen und viele kamen. Auch das Alutech
Team hatte sich am frühen Morgen des 17.05.2007 aufgemacht, um diesem Ruf
zu folgen. Auch die Mitglieder unseres Racing Teams hatten sich zahlreich
angesagt, und wir waren alle gespannt auf das erste große Rennwochenende der
Saison und auf das Event, das in dieser Form zum ersten Mal ausgetragen wurde.
In Winterberg angekommen, gingen wir erst mal auf die Suche nach unserem Standplatz.
Auch die Soulrider, mit denen zusammen wir gebucht hatten, waren schon an
Ort und Stelle. Aber was war das?! Entsetzt glitt unser Blick über die abschüssige
Schlammwüste. Wo bitteschön, sollte hier unser Stand aufgebaut werden?
Es wurde bald klar, dass dies tatsächlich der uns zugedachte Platz war. Nach gründlicher Besichtigung fand sich dann doch noch ein Fleckchen ebener Erde an, und wir legten los. Bei den Soulridern packten gleich jede Menge Leute mit an, um das große Zelt aufzubauen.

Uns fiel ein, dass wir die Pavillons als erstes in den Anhänger
geladen hatten. Zu dumm, nun mussten wir erst alles ausladen, um an die Dinger
heranzukommen.
"Wer hat eigentlich den Anhänger beladen?!"
"Und wo sind eigentlich unsere Teamfahrer?! Die, die uns beim Aufbau helfen
wollten....!"
Hilfe, wo sind unsere Teamfahrer?
Nach und nach fand sich dann doch der eine und andere Fahrer ein, und auch
die Soulrider halfen nach Kräften. Ihr Palast stand schließlich längst, als
wir gerade unseren Tresen am Start hatten. Aber wir holten schnell auf und
schließlich war alles aufgebaut.

Na bitte, der Tresen steht schon mal!

Eigentlich mussten wir uns den Stand jetzt nicht mal mehr ‚schön trinken'.
Es war ganz nett geworden. Vor allem hatten wir einen super Blick auf den
Slopestyle Parcous und konnten auch schon einige Stunts auf der Strecke bewundern.
Bei einem gepflegten Abendessen zusammen mit den Soulridern im Nudelhaus klang
der Abend aus. Besonders müde war übrigens unser Pudel ‚Armageddon". Der hatte
bereits jede Menge neue Freunde gefunden und den ganzen Nachmittag damit verbracht,
Stöckchen zu holen.

"Wirf das Stöckchen!"
Am nächsten Morgen wurde schnell klar, dass es mit dem super
Blick auf den Slopestyle auch nicht mehr so weit her war, denn ein weiterer
Stand war plötzlich aus dem Boden geschossen und zwar genau auf dem abschüssigen
Matsch, den wir gemieden hatten. Der Anhänger fuhr sich gleich fest und blieb
stehen, wo er war. Der Stand wurde drum herum gebaut - fertig. Tja, die Optik
unseres Standes litt ein wenig, aber gegen nette Nachbarn hatten wir ansonsten
nichts einzuwenden.
Unsere Fahrer testeten schon fleißig die Downhillstrecke. Da diese relativ
kurz war, verzieh sie keine Fehler. Und sofort kam die Frage nach der Reifenwahl
auf. Diese Diskussion verließ uns das ganze Wochenende nicht mehr. "Was fährst
du? Big Betty? Oder Matschreifen?"
"Hat jemand die Reifenheber gesehen?"
Am Samstag dann Regen. Immer noch Big Betty oder jetzt doch lieber Matschreifen? Harte oder weiche Mischung? Weiche gibt es nicht, also dann doch eher .....? Das begehrteste Werkzeug waren die Reifenheber. Trotz des eher mäßigen Wetters war unsere Ecke des Geländes sehr gut besucht. Vermutlich hauptsächlich wegen des Slopestyles, der nachmittags ausgetragen wurde. Ebenfalls am Nachmittag besuchte unser letztjähriger Teammechaniker und ehemaliger Angestellter Thomas Spöttl unseren Stand. Er wurde sofort von allen anwesenden Teamfahrern auf Knien angefleht doch wieder den Schraubenschlüssel für uns zu schwingen. Wie es aussieht, konnten sie ihn aber doch nicht überzeugen, seine Downhillambitionen aufzugeben, um an seinen freien Wochenenden für unsere Jungs zu schrauben. Aber wer weiß?
Der Seeding Run verlief für unsere Fahrer ganz zufriedenstellend
und bei einigen Bieren klang der Abend dann langsam aus. Zu später Stunde
fiel uns dann ein, dass der Stand noch ausgeräumt werden musste. Es fanden
sich aber ein paar fleißige Helfer an, und das ganze war schnell erledigt.
Nur zu dumm, dass im Eifer des Gefechts der Schlüssel zum Alutech Bully im
Auto eingeschlossen wurde. Kein Fenster offen und die kalte Nacht vor Augen,
schließlich ist der Bully ja auch unser fahrendes ‚Hotel'! Da blieb nur eins:
ein Anruf beim ADAC! Zum Glück mussten wir auch gar nicht allzu lange auf
Hilfe warten. Unter den klugen Ratschlägen der Anwesenden gelang es dem ‚gelben
Engel' dann nach ungefähr 20 Minuten unser Auto zu öffnen. Die Nacht konnte
also kommen.
Am Sonntag hatte der Wettergott dann wieder ein Einsehen und weckte uns mit
Sonnenschein. Die Strecke war am abtrocknen. Das rief wieder die Reifendiskussion
auf den Plan. Der Tag verging mit schönstem Sonnenschein. Nach und nach konnten
die Gummistiefel, das extra Paar Socken und die doppelte Lage T-Shirts und
das Sweatshirt abgelegt werden. Statt dessen Sonnenbrillen und zum Rennen
‚All Mighty'? Nachmittags besuchte uns auch der Spöttl noch mal. Der hatte
sich nämlich aus seinem Bully ausgesperrt..... Das kam mir doch irgendwie
bekannt vor! Die Telefonnummer vom ADAC war ja bekannt und wurde auch gleich
bemüht. "Ja, Birkenweg 22, ein Kollege war gestern schon mal..." Tatsächlich
kam der gleiche Fahrer wie am Vorabend. Diesmal benötigte er nur etwa 20 Sekunden,
um den Wagen zu öffnen. Übung macht den Meister...
Das Downhillrennen verlief für das Alutech Team alles in allem ganz gut. Nur
René hatte einen Sturz zu verzeichnen, was besonders schade war, weil er trotzdem
eine Zeit von 1:54 fuhr. Wo wäre er wohl ohne den Sturz gelandet?
Fast alle unserer Teamfahrer waren am Start:
Aus dem TeamFastForward:
- Marcel Basener - DH
- Andres Dotzauer - DH
- Janik Filter - DH
- Christian Horstmann - DH
- René Schmidt - DH
- Hannes Börsching - 4Cross
Aus dem Co-Factory Team:
- Dirk Dohrmann
- Thomas Stemplinger
- Stephan Eckhardt
Außerdem haben wir nach dem ersten Rennwochenende noch einige Neuzugänge zu
verzeichnen.
Neu dabei im Co-Team sind:
Marina Tscheschlok (endlich haben wir ein Mädel am Start)
Benjamin Oluoch und Johannes Fleig.
Die Ergebnisse könnt ihr hier
sehen
Wir freuen uns auf die nächsten Rennen!

Dirk Dohrmann + "Filter Airlines"


Andy Dotzauer (207) + Marcel Basener


Christian Horstmann + René Schmidt


Stephan Eckhardt + Tom Stemplinger


Hannes Börsching + Jürgen Schlender